Der Werdegang
Die Musical-Story: eine Art modernes Märchen
Der Charakter des Stücks
Fotos von der Uraufführung 2014
Für das “Mondnacht”-Musical gibt es eine eigene, externe Website. Dort gibt es vielfältige ausführliche Informationen, auch zur Uraufführung, sowie die Möglichkeit, per Streaming alle 15 Musiktitel in voller Länge kostenlos anzuhören. Achtung: Durch Klick auf diesen Button verlassen Sie die Website von Candycat-Music und wechseln zur Website des Musicals!
Gangachate Die Gesteine des Kornberg-Gebiets sind geprägt von massenhafter Zertrümmerung durch Erdstöße, die mit dem vulkanischen Geschehen einhergingen. Es kam zur Bildung vieler Gesteinsspalten, in die kieselsäurehaltige Lösungen eindrangen und dort z.T. zur Bildung zahlreicher Gangachate führten, die die Spalten ganz oder teilweise ausfüllen. Von den 3 am Kornberg zu findenden Achat-Formtypen Mandelfüllung, Lithophyse und Gangachat ist der letztere Typus der häufigste. Die Vielfalt und Schönheit ist beeindruckend. Da gibt es (häufige) symetrische Gangachate, bei denen sich die Bänder von beiden Spaltenrändern her nach innen zu gleichmäßig bildeten, und es gibt (selten) asymetrische. Es gibt Gangachate, die im Inneren allgemeine Achatbänderung zeigen und solche mit ausgeprägten Gravitationsbänderungen. Es gibt solche, die aus durchscheinendem Chalcedon- Material bestehen und solche, die undurchsichtigen, z.T. intensiv gefärbten Jaspis enthalten.
Schadenreuth / Nordoberpfalz
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Dokusteine
Ein Gangachat durchzieht als Spaltenfüllung den Rhyolith Nr. 3924 / Objektbreite 2,7 cm
Eine herausgewitterte Achatmandel als Ausfüllung eines Blasenhohlraums Nr. 1618 / Objektbreite 3 cm
Eine herausgewitterte Lithophyse („Gesteinsknolle“) mit Achat im Inneren Nr. 0258 / Objektbreite 4,5 cm
Achat mit körnigem Kristallquarz im Inneren Nr. 2473 / Objektbreite 7,5 cm
Drusenartiger Hohlraum mit Quarzkriställchen Nr. 2716 / Objektbreite 4 cm
Gemugelter Achat mit Amethyst- Kristallen Nr. 2500 / Objekthöhe 2,5 cm
Dunkle Rauchquarz-Kristalle in einer kleinen Druse, Nahaufnahme weiter unten Nr. 0335 / Objektbreite 3,5 cm
Weißliche „Milchquarz“-Kristalle Nr. 0321 / Objektbreite 4 cm
Kleine Eisenkiesel-Kriställchen auf stalaktitisch gewachsenem Achat Nr. 1033 / Objektbreite 5 cm
Schadenreuth mit Kornberg (619 m) im Sommer 1986. Rechts oben im Bild der 2.Gipfel, die „Platte“ (614m)
Typischer Quarzkristallbesatz auf stalaktisch gewachsenem Chalcedon Nr. 0863 / Objektbreite 6,5 cm
Durch Verwitterung entfärbter Achat Nr.1922 / Objektbreite 2 cm
Achat mit herauswitternder Schalenstruktur Nr. 3272 / Objektbreite 4 cm
Achat mit ausschließlich allgemeiner Bänderung Nr. 0316 / Objektbreite 2,5 cm
Ein Gangachat mit ausgeprägter Gravitationsbänderungrung aus einer offensichtlich nahezu senkrecht stehenden Spalte Nr. 4807 / Objektbreite 3,5 cm
Chalcedon mit konglomeratischer Struktur Nr. 3904 / Objektbreite 5 cm
Weiße Moosachat-Strukturen im Chalcedon Nr. 3778 / Objektbreite 5 cm
Dendritenachat. Die Vertiefungen im rechten Teil stammen von früher vorhanden und mittlerweile weggelösten Kristallen (vermutlich eines Karbonats) und werden als Negativ-Kristalle bezeichnet Nr. 2064 / Objektbreite 4,5 cm
Dunkle Schläuche in hellerem Chalcedon Nr. 2042 / Objektbreite 3 cm
Schwarz-weißer Röhrenachat, angeschliffen und poliert Nr. 3572 / Objektbreite 6 cm
Roter Chalcedon (Carneol) Nr. 0703 / Objektbreite 6 cm
An einer Linie scharf getrennter schwarzer und roter Chalcedon Nr. 2518 / Objektbreite 3 cm
Weiß-olivbräunlich marmorierter Chalcedon Nr. 3787 / Objektbreite 4,5 cm
Grüner Jaspis, am Kornberg allgegenwärtig. Wer am Kornberg außer kleinen Achatsplittern nichts findet: Diese Jaspis-Variante, die poliert einen schönen Glanz annimmt, findet jeder! Nr. 0653 / Objektbreite 6 cm
Grüner Jaspis mit schöner Bänderung, unbearbeiteter Ackerfund Nr. 0327 / Objektbreite 5,5 cm
Wachsglänzender brauner Jaspis Nr. 0660 / Objektbreite 4,5 cm
Violettrosa Jaspis auf Rhyolith-Matrix Nr. 4185 / Objektbreite 4,5 cm
Einmalig: Grün-roter Achat vom ehemaligen Steinbruch oberhalb des Dorfes. Deutlich erkennbare Entfärbung durch Verwitterung bzw. Oxidation Nr.2044 / Objektbreite 3,5 cm
Jaspachat, Gesteinstrümmer umschließend Nr. 2058 / Objektbreite 3 cm
Jaspis mit schlierigen Strukturen Nr. 4531 / Objektbreite 6,5 cm
Grüner Jaspis mit eingelagerten Roteisen- Pigmenten (Heliotrop) Nr. 0865 / Objektbreite 6 cm
Heliotrop-Trommelstein vom Kornberg Nr. 3785 / Objektbreite 3 cm
Dem Heliotrop sehr ähnlich: Heller Jaspis mit Roteisen- Pigmenten Nr. 0122 / Objektbreite 1,5 cm
Grauer stalaktitischer Chalcedon Nr. 1817 / Objektbreite 4,5 cm
Schwarz-weißer Chalcedon mit undeutlicher Bänderung Nr.2536 / Objektbreite 3,5 cm
Rötlicher stalaktitischer Chalcedon Nr. 3304 / Objektbreite 3,5 cm
Jaspachat verkittet Rhyolith- Trümmer Nr. 3567 / Objektbreite 5 cm
Achat mit kleinem Jaspis-Anteil und dunklen Röhren- Querschnitten Nr. 3926 / Objektbreite 3 cm
Braunroter Jaspis vom Kornberg, als Trommelstein Nr. 4243 / Objektbreite 4 cm
Lauchgrüner Jaspis vom Kornberg als Trommelstein Nr. 7975 / Objektbreite 3 cm
Eckiger, tiefgrün erscheinender Quarz-Einschluss Nr. 0705 / Objektbreite 4 cm
Grün erscheinender Quarz mit eingelagerter Roteisenschicht Nr. 3918 / Objektbreite 3 cm
Jaspis mit Streifen und Punkten (Sphärolithen) Nr. 2663 / Objektbreite 3 cm
Großes Exemplar mit Chalcedon und Jaspis Nr. 2397 / Objektbreite 9,5 cm
Überdurchschnittlich breiter Gangachat mit ungleichmäßiger Verteilung von milchigem Makroquarz und grünem Jaspis Nr. 2070 / Objektbreite 8 cm
Großes und interessantes Exemplar mit gelbgrünem Jaspis und bläulichgrauen Achatbildungen Nr. 2398 / Objektbreite 14 cm
Ein Carneolgang durchzieht den fettig glänzenden Quarz Nr. 2525 / Objektbreite 2,5 cm
Grünlichgrauer Quarzeinschluss in weißer Matrix mit Fließstrukturen, gemugelt Nr.3031 / Objektbreite 7 cm
Jaspachat mit angeschliffenen Schlieren Nr. 3799 / Objektbreite 5 cm
Bunt gebänderter Jaspis, getrommelt Nr. 3802 / Objektbreite 3 cm
Roter Chalcedon im Rhyolith Nr. 0273 / Objektbreite 4 cm
Marmorierter Chalcedon Nr. 2538 / Objektbreite 3,5 cm
Hellolivbräunliche korallenartige Strukturen mit rosafarbener Achatbildung Nr. 3812 / Objektbreite 3 cm
Wasserhelle Quarzkristalle auf weißem Chalcedon Nr. 0323 / Objektbreite 2,5 cm
Stalaktitischer Chalcedon Nr. 0110 / Objektbreite 2 cm
Stalaktitischer Chalcedon Nr. 2715 / Objektbreite 7 cm
Achat mit allgemeiner Bänderung Nr.7973 / Objektbreite 4,5 cm
Quarzkristalle mit unter dem Binokular gut sichtbaren Phantomstrukturen. Oben ein Doppelender Nr. 2399 / vergrößert
Matrix-Trümmer schwimmen in grünem Plasma Nr. 4199 / stark vergrößert
Symetrischer Gangachat mit einer roten Innenzone, die kleine, helle Trümmer enthält Nr. 0112 / Objektbreite 3 cm
Wunderschöner, pastellfarbener symetrischer Gangachat Nr. 2025 / Objektbreite 5 cm
Gangachat mit allgemeiner Bänderung entlang schlieriger Ränder Nr.2018 / Objektbreite 4,5 cm
Mit undurchsichtigem, verschiedenfarbigem Jaspis gefüllter Gangachat Nr.2393 / Objektbreite 6 cm
Asymetrischer Gangachat Nr. 2036 / Objektbreite 5 cm
Gangachat im Rhyolith. Die erkennbare Gravitationsbänderung zeigt, dass der Achat in einer fast waagrechten Spalte entstand. Mehr dazu weiter unten bei „Bänderungsarten. Nr. 2386 / Objektbreite 6 cm
Gangachat mit stalaktitisch-schlierigen Randschichten. Einer der kleinen Zapfen schwimmt - offensichtlich abgelöst - im Inneren Nr. 3565 / Objektbreite 7,5 cm
Zwei Gangachte sind hier durch einen flächigen „Kanal“ verbunden Nr. 3781 / Objektbreite 3 cm
Röhrenachat, unbearbeitetes Rohstück Nr. 3033 / Objektbreite 6 cm
Ein Achatband durchzieht grünen Jaspis Nr.3978 / Objektbreite 5 cm
Zahlreiche kleine rundliche Chalcedonkörner in einem konglomeratischen Gefüge Nr. 1026 / Objektbreite 4,5 cm
Achatmandel mit zellig-stalaktitischen pseudomorphen Strukturen Nr. 3019 / Objektbreite 6,5 cm
Ein Rutschharnisch mit welligem, glänzendem, roten Chalcedon Nr. 3278 / Objektbreite 3,5 cm
Undeutlich grobblätteriger Baryt mit Limonit in den Vertiefungen Nr. 0271 / Objektbreite 5 cm
Siderit-Gänge durchziehen den Rhyolith Nr. 0272 / Objektbreite 6,5 cm
Baryt vom Kornberg, angeschliffen und poliert. Deutlich erkennbar die grobblätterige Struktur Nr. 2015 / Objektbreite 4,5 cm
Die Fundstelle rechts im Bild. Aufnahme von 1986
Bläuliche Ausbildung des Rhyoliths / Dazits mit helleren Feldspat- Kristallkörnern Nr. 0116 / Objektbreite 7,5 cm
Fettig glänzender Pechstein (Vitrophyr) von der „Platte“ des Kornbergs Nr. 1120 / Objektbreite 4,5 cm
Natürliche Schlacke vom Kornberg mit typischen Schlierenbildungen Nr. 1222 / Objektbreite 5,5 cm
Die „Platte“, mit 614 m die zweithöchste Erhebung des Kornbergs
Gelblicher Rhyolith / Dazit mit Mikroachten und Drusenbildung Nr. 3570 / Objektbreite 11 cm
Achat pseudomorph nach herausgelösten Calcit-Skalenoedern* Nr. 3804 / Objektbreite 2,5 cm
Achat mit radialfaserigen Strukturen Nr. 2501 / Objektbreite 4,5 cm
Rechts oben im Bild: hellgraue, z.T. gebogene Röhren in milchigem Chalcedon Nr. 3938 / Objektbreite 3 cm
Orangebräunliche flockige Strukturen iNr. 3998 / Objektbreite 2 cm
Verkieselte Pflanzenfasern im Inneren eines Schadenreuther Röhrenachats. Zu sehen sind (Mitte rechts) Pflanzenzellen im Querschnitt Nr. 4949 / stark vergrößert
Schwarzer Jaspis mit Verwitterungsrinde Nr.1121 / Objektbreite 4,5 cm
Zweifarbiger Gangachat durchzieht den Rhyolith Nr. 1125 / Objektbreite 6,5 cm
Schwarzer Jaspis mit Wachsglanz Nr. 0706 / Objektbreite 5 cm
Jaspachat mit Verwerfung in der Bänderung Nr. 3566 / Objektbreite 5 cm
Durch Roteisen gefärbte, zonierte Sphärolithe Nr. 3940 / Bildbreite 6 mm
Farbzonierte Sphärolithe. In der Bildmitte „achatisierte“ Quarzkristall-Umrisse Nr. 6737 / Bildbreite ca 5 mm
Sphärolithe, z.T. als schwimmende Schalen“ Nr. 4238 / stark vergrößert
Literatur-Hinweise und Weblinks: o Friedrich MÜLLER: Bayerns steinreiche Ecke (1984), S.197 und S.215 o Aufschluss-Sonderband: Zur Mineralogie und Geologie der Oberpfalz (1975), Wilhelm VIERLING, S.4 o Aufschluss 1989, Heft 5, Hans JAKOB, S.317 o Aufschluss 1990, Heft 4, Karl OCHANTEL, S.244 o Geschichte der Stadt Erbendorf, Joseph HÖSER (1926, Neuauflage 2003), Bergbau und Hüttenwesen, S.221 o Geologie im Umfeld der Kontinentalen Tiefbohrung Oberpfalz, Gerhard STETTNER, 1992, S.134 o Geognosis Erbendorf, Dr. LINDNER (1868 - 1896 Stadtpfarrer in Erbendorf), Abschrift von Hauptlehrer Bauer, 1938 o Petrografische Studien zwischen Erbendorf und Neustadt an der Waldnaab, Centralblatt f. Mineralogie etc., 1904 Wladimir v. LUCZIZKY, Kiew o Die Umgebung von Erbendorf / Beiträge zur Geologie der nördlichen Oberpfalz, Hellmut DE TERRA, 1925, S.393 o Über Bau und Entstehung von Enhydros, Kalzitachat und Achat, Geognostische Jahreshefte Jahrgang 29/30, Dr. Otto M. REIS, München 1919 o Geologie der Umgebung von Erbendorf und die dortigen Steinkohlenlager, Geognostische Jahreshefte Jahrgang 34, K. OSSWALD, München 1922, S.119 o Geologische Blätter Nordostbayern, 21, Substanz und Bildung eines grünen Tuffes im Rotliegenden von Schadenreuth bei Erbendorf, Günter NOLLAU, Erlangen 1971 o Mineralienatlas.de https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Bayern/Oberpfalz%2C%20Bezirk/Tirschenreuth%2C%20Landkreis/Erben dorf/Kornberg o Mindat.org https://www.mindat.org/loc-14978.html o VFMG-Bezirksgruppe Weiden http://www.vfmg-weiden.de/min.htm
Dieser Fundstelle wurde in meiner Sammlung ein besonderer Platz eingeräumt, und es wurde versucht, die dort vorkommenden Mineralien und Eruptivgesteine in möglichst allen auffindbaren Varianten zu belegen. Der Kornberg besteht größtenteils aus einem vulkanisch entstandenen Gestein, früher Quarzporphyr, später Rhyolith, heute zumindest z.T. Dazit genannt. Das Gestein tritt aber anstehend kaum zu Tage, so dass sich Funde von Mineralien, die sich im Rhyolith gebildet haben, fast ausschließlich auf Ackerfunde beschränken. Es handelt sich dabei vor allem um mikro- und kryptokristalline Quarze bzw. Achate, die diese Fundstelle bekannt gemacht haben. Die Achate sind aber nur ausnahmsweise einigermaßen vollständig; sie werden meist nur als Bruchstücke gefunden, die wegen ihrer Farben, vielfältigsten Strukturen und Besonderheiten dennoch aufschlussreich und sammelnswert sein können. Es wird auf dieser Seite versucht, die vorgefundenen Strukturen und z.T. auch Farben zu interpretieren. Während dem Mineraliensammler dies bei Achaten noch einigermaßen gelingen mag, ist die Deutung nach petrographischen Merkmalen wohl eher dem professionellen Geologen vorbehalten. Irrtum ist also ausdrücklich vorbehalten, wissenschaftliche Diskussion hierzu (über die Kontaktadresse) ausdrücklich erwünscht. Viele der nachfolgend gezeigten Steine wurden - z.T. von mir selbst - geschliffen und poliert, damit Farben und Zeichnungen prägnanter erscheinen. Wegen der Vielzahl der Belege wurden viele kleinere Stücke getrommelt, um den Aufwand an Zeit oder Kosten für Lohnschleifarbeiten in Grenzen zu halten. Bei manchen Sammlern ist diese Art des Schliffs nicht beliebt, aber sie hat bei allen Nachteilen auch einen Vorteil, der gerne unterschätzt wird: Sie zeigt nämlich ein räumlicheres Bild als nur einfache Schnitte, u.U. beispielsweise gleichzeitig Längs- u n d Querschnitte bestimmter Strukturen. Sammler/innen, die vielleicht aufgrund der hier gezeigten Funde das Fundgebiet aufsuchen wollen, sei vorab gesagt, dass wegen der landwirtschaftlichen Nutzung der Ackerflächen die Felder oft unzugänglich sind und dass das Gebiet von einheimischen Sammlern ziemlich regelmäßig abgesucht wird, so dass kaum größere Funde zu erwarten sind. Ausgenommen ist der lauchgrüne Jaspis, der dort sehr reichlich vorkommt und bei jedem Besuch aufgelesen werden kann. Besondere Erwähnung verdient vielleicht noch, dass die Schadenreuther Achat- und Jaspisvorkommen in den Jahren 1765 - 1767 auf Betreiben des Kurfürsten Karl Theodor für die Herstellung von Schmuck abgebaut werden sollten. Ein Unterfangen, das wegen der Geringfügigkeit des abbauwürdigen Materials bald wieder aufgegeben wurde. Hinweise auf Literatur und Websites mit Schadenreuther Bezug sind im Übrigen am Schluss dieser Seite zu finden. Aus meinen Funden, die in ca. 60 Jahren (!) bei meist mehreren Besuchen pro Jahr zusammengetragen wurden, ergibt sich folgendes Bild des Vorkommens:
Makroquarz in und auf Achaten Auch die Schadenreuther Achate beherbergen in ihrem Inneren recht häufig sog. Kristallquarz, der meist kristallinisch-körnig, bei entsprechendem Platzangebot aber auch gut auskristallisiert und gar nicht selten irisierend vorliegt. Dieser Makroquarz ist meist weiß oder klar, kann aber mitunter als blass-lilafarbener Amethyst, eher selten als milchig-weißer trüber Milchquarz oder als Rauchquarz vorliegen. Sehr häufig finden sich hingegen Kristallrasen, die auf stalaktitisch ausgebildeten Chalcedonen gewachsen sind. Sie sind oft durch eingelagertes Roteisen braunrot gefärbt und dann als Eisenkiesel zu bezeichnen, wenngleich sie von der Größe und Schönheit her nicht im Entferntesten mit den Eisenkieseln des Wölsendorfer Flussspat-Reviers konkurrieren können.
Achate
Achate kommen entweder als längliche Spaltenfüllungen (sog. Gangachate) oder als Füllung ehemaliger Blasenhohlräume (Mandeln oder auch Lithophysen) vor.
Als Besonderheiten konnten bei den Quarz-Kristallen unter dem Binokular auch Phantomstrukturen, Doppelender, perimorphe Strukturen, Ätzgruben oder auch Fensterquarz-ähnliches Wachstum entdeckt werden. Manches davon zu sehen bei den Mikro-Fotos weiter unten.
Es gibt auch Funde, die eine beginnende Verwitterung bzw. Umwandlung, vermutlich durch die im Ackerboden vorhandene Huminsäure, anzeigen.
Wasserhelle Quarzkristalle auf Gravitationsbändern Nr. 1170 / Objekhöhe 4,5 cm
Achat mit Quarz-Druse Nr. 3273 / Objektbreite 3,5 cm
Hämatit-bestäubte Quarzkristalle in einem wuchtigen Jaspachat Nr.1235 / Objektbreite 7,5 cm
Bänderungsarten Sowohl in Gangachaten als auch in Achatmandeln findet sich am Kornberg neben der sog. allgemeinen Bänderung sehr häufig die sog. Gravitationsbänderung (mit parallel verlaufender Schichtung, auch Uruguay-Bänderung genannt). Letztere entstand, wenn kleinste Partikelchen und Sphärolithe im noch gelartigen Achat sich nach der Schwerkraft ausrichteten, also zu Boden sanken und oft verschiedenfarbige Schichten bildeten. Sie lässt – in Anlehnung an die horizontale Ausrichtung der Wasserwaage - Rückschlüsse auf die ursprüngliche Lage des Achats im Gesteinsverbund zu. Es zeigt sich dabei, dass die Gangachate vom Kornberg in Spalten entstanden, die – an manchen Einzelfunden rekonstruierbar – das Gestein von vertikal bis geneigt bis horizontal durchsetzen. Interessanterweise findet sich bei den Schadenreuther Achaten die Kombination von allgemeiner Bänderung und Gravitationsbänderung weitaus häufiger als die allgemeine Bänderung alleine.
Typischer Gangachat in Matrix Nr. 2031 / Objektbreite 4 cm
Gangachat mit Kristallquarz. Gut zu sehen die Feldspat- Körner im Rhyolith Nr.4528 / Objektbreite 7 cm
Hellbräunlicher Gangachat Nr. 1054 / Objektbreite 3,5 cm
Gangachat mit randlichem Jaspis Nr. 3780 / Objektbreite 2,5 cm
Gangachat mit Jaspis-Zapfen Nr.3823 / Objektbreite 3,5 cm
Gangachat mit Jaspis Nr. 0251 / Objektbreite 4 cm
Membrantrümmer-Achate Bei manchen der gefundenen Achate ist eine ausgeprägte Zertrümmerung der Achatschichten erkennbar, die während der Achatbildung wohl im gel-artigen Zustand stattgefunden haben. Besonders eindrucksvoll zeigen sich diese Störungen in den gelegentlich auffindbaren Membrantrümmer-Achaten. Hier „schwimmen“ abgebrochene bzw. abgerissene Trümmer einzelner Schichten an anderer Stelle im Achat.
Chalcedon- und Jaspis-Brekzien Bei den häufig zu findenden Chalcedon- und Jaspis-Brekzien gibt es offensichtlich 2 verschiedene Typen: Bei manchen dürfte es sich um eine nachträgliche Zertrümmerung von Chalcedon- bzw. Jaspis-Bildungen durch Erdstöße handeln, bei anderen aber um Verkittungen und Verkieselungen von Gesteinsmaterial, das bei den Eruptionen zertrümmert und herausgeschleudert wurde und sich aus herabfallendem Staub und Gesteinstrümmern als Tuff rund um den Vulkankegel abgesetzt und verfestigt hat.
Jaspachat mit vergrustem, eisenhaltigem Material im Inneren Nr. 2703 / Objektbreite 3,5 cm
Mehrere getrennte Achatbildungen in einem Achatgang Nr. 3559 / Objektbreite 5 cm
Braunpurpur-Weiß Nr. 2524 / Objektbreite 4 cm
Lilarosa Spaltenfüllung Nr. 1229 / Objektbreite 6 cm
Kornberg bei Schadenreuth (Gemeinde Erbendorf / Landkreis Tirschenreuth)
Weitere mikroskopische Aufnahmen
Interessantes im Kleinen: Schadenreuther Steine unter dem Mikroskop Sphärolithe (Mikro-Aufnahmen) Unter dem Binokular, manchmal auch schon mit bloßem Auge, sind die weit verbreiteten, schönen halbkugeligen Sphärolith-Bildungen zu erkennen, die – aneinander gereiht – auch die einzelne Achatschichten aufbauen. Sie sitzen meist an den Hohlraum-Wänden, aber auch auf älteren Achatschichten, auf denen sie sich ansiedeln konnten. Es gibt auch voll kugelförmige oder schalenförmige Sphärolithe, die im Achatinneren „schwimmen“.
Quarzkristalle (Mikro-Aufnahmen)
Die vulkanisch geprägten Gesteine des Kornbergs Die Benennung des Muttergesteins all der Quarz- und Chalcedon-Mineralien ist uneinheitlich und wird je nach chemischer Zusammensetzung mal als Rhyolith, mal als Dazit bezeichnet, in füherer Literatur als Quarzporphyr. Angewitterte Belege in ockergelblicher Farbe sind auf den Äckern reichlich zu finden. Der in der Literatur erwähnte „blaue Porphyr“ scheint dagegen heute kaum noch auffindbar. Auf der mit einer Wiese fast zugewachsenen „Platte“ konnte man auch ein schwarzes, pechglänzendes vulkanisches Gesteinsglas finden, das als Pechstein bezeichnet wird. Während Geologen früher annahmen, es handle sich um einen in die Tiefe reichenden Gesteinsgang, sehen spätere geologische Abhandlungen den Pechstein als vulkanisches Auswurfmaterial. An einer Probe dieses Materials werden bei entsprechendem Lichteinfall Flächen eingelagerter schwarzer Kristalle sichtbar, die noch nicht näher bestimmt werden konnten. Eine Aufnahme hierzu weiter unten bei den mikroskopischen Aufnahmen.
Baryt und Siderit In der Literatur bislang unerwähnt scheinen mehrere Zentimeter breite Baryt- und Siderit-Gänge, die den Rhyolith/Dazit im Bereich einer ehemaligen Gesteinsmaterial- Entnahmestelle im Südwesten des Kornbergs im (früher) Anstehenden durchziehen und dort von mir 1978 entdeckt wurden. Beide Mineralien haben kristallinische Struktur und ihre typischen Farben: Der Siderit bräunlichgelb, der Baryt weißlich-gelblich. Von Letzterem konnten auch kleine, gut ausgebildete Kriställchen geborgen werden Bei dem braunen erdigen Material in Vertiefungen des Baryts handelt es sich wohl um Limonit. Verwiesen sei darauf, dass solche Gänge auch im nahegelegenen ehemaligen Erbendorfer Bergbaurevier beobachtet wurden und diese Gänge im Schadenreuther Fundgebiet vermutlich ähnlich, möglicherweise sogar gleichzeitig entstanden sind. Die Gänge sind heute überwachsen und derzeit nicht mehr auffindbar.
Weitere Varianten und Erscheinungsformen Einige Achate und Chalcedone vom Kornberg zeigen konglomeratische Strukturen, zelliges (vermutlich pseudomorphes) Innenleben oder andere Besonderheiten. Gar nicht so selten sind auch Rutschharnische zu finden, die entstehen, wenn durch tektonische Verschiebungen Gesteinsflächen stark aneinander reiben. Zu den auch makroskopisch manchmal sichtbaren Sphärolithen, sulfidischen und karbonatischen Einschlüssen, irisierenden Lichtreflexen und pseudomorphen Strukturen in Achaten gibt es weiter unten bei den mikroskopischen Aufnahmen mehr.
Zellige Quarze Eine eigentümliche, am Kornberg durchaus häufig anzutreffende Quarz-Variante bedarf der Diskussion und Klärung. Es handelt sich um durchscheinende bis durchsichtige eingesprengte Quarzkörner mit einem Durchmesser von Millimetergröße bis zu mehreren Zentimetern mit (im Rohzustand) auffallend starkem Fettglanz, der eigentlich auf nicht-kryptokristalline bzw. nicht-mikrokristalline innere Struktur schließen lässt (im Gegensatz zu den im unbearbeiteten Zustand wachsglänzenden Chalcedonen). Diese rot, braun, grau und vor allem grün erscheinenden Körner zeigen unter dem Mikroskop bisweilen leichte Bänderungen und - als wichtigstes gemeinsames Merkmal - durch unregelmäßige „Trennwände“ geschaffene zellige Strukturen. In jedem Falle sind diese Körner älter als die bisher erwähnten Achatbildungen, weil sie von letzteren sehr häufig durchzogen sind, manchmal jedoch auch mit ihnen „verschmolzen“ zu sein scheinen. Es handelt sich vermutlich um Quarz, der als Gesteinsbestandteil oder „Mitbringsel“ aus tieferen Erdschichten bzw. den durchschlagenen Gesteinsdecken bereits mit dem Lava-Strom vorhanden war. Vorsicht ist anzuraten bei der Benennung solcher Aggregate als „grüner Quarz“ – auch wenn sie oft wunderbar grün aussehen und auch geschliffen eine starke ästhetische Wirkung entfalten. Unter dem Binokular zeigt sich nämlich, dass die grüne Farbe nicht im Quarz liegt, der in Wirklichkeit farblos ist, sondern auf die Auskleidung von Hohlraumwänden und den eben erwähnten „Zellwänden“ mit Farbpigmenten zurückgeht. Im Fall der Grünfärbung – wie oft bei den Achaten von anderen Fundorten – könnte evtl. Seladonit, ein Mineral aus der Chlorit-Gruppe, der farbgebende mineralische Belag sein. Interessanter Weise enthalten auch diese Körner oft kleinste Einschlüsse von Sulfiden, von denen im Nachfolgenden noch die Rede sein wird.
Jaspachate und Jaspis-Varianten Wenn Achate den fast undurchsichtigen Jaspis enthalten oder ganz aus solchem mikrokristallinen, gebändertem Jaspis bestehen, werden sie Jaspachat oder auch Achatjaspis genannt. Er ist am Kornberg reichlich vetreten.
Heliotrop Selten sind im grünen oder beigefarbenen Jaspis des Kornbergs rote Punkte, Flecken oder Linien aus Roteisen-Pigmenten enthalten. Friedrich Müller bezeichnet in seinem Buch „Bayerns steinreiche Ecke“ dieses Material zu Recht als Heliotrop.
Jaspis, Plasma, Hornstein, Carneol und Onyx: eine Frage der Definition? Bei jenem extrem feinkörnigen Quarzmaterial, das ohne Mikroskop grundsätzlich keine Kristallstruktur erkennen lässt, wird in der Mineralogie zwischen mikrokristallinen und kryptokristallinen Varietäten unterschieden. Während erstere die innewohnende kristallinische Struktur unter 2.500-facher Vergößerung zeigen, wird diese Struktur bei dem kryptokristallinen Material erst unter dem Rasterelektronen-Mikroskop bei ca. 40.000-facher Vergrößerung sichtbar. Dieser Unterschied im Innersten und Kleinsten zeigt sich auch im äußeren Erscheinungsbild: Kryptokristallines Material zeigt meist deutlich feinere Strukturen und Bänderungen. Allerdings scheint es auch Übergänge zu geben. Autoren, die den am Kornberg reichlich zu findenden, grünen, mikrokristallinen Quarz beschreiben, nennen dieses Material folgerichtig meist Jaspis oder Plasma (= grüner mikrokristalliner Quarz), gelegentlich auch Hornstein. Für den in Schadenreuth häufigen orangefarbenen bis roten Chalcedon – manchmal mit radialfaseriger Struktur - konnte ich nirgendwo die Benennung als Carneol finden, obwohl er dem Aussehen und auch der Entstehung nach den üblichen mineralogischen bzw. gemmologischen Definitionen zu entsprechen scheint. Carneol kennt man in der Oberpfalz als Gerölle ja reichlich, allerdings mit anderer Herkunft und wohl etwas abweichender Bildungsgeschichte. Auch der schwarze, manchmal deutlich kantendurchscheinende Chalcedon/Jaspis scheint genau dem heutzutage handelsüblichen, ebenfalls einfarbig schwarzen Onyx zu entsprechen. Der Begriff „Onyx“ hat allerdings im Wandel der Zeiten seine Bedeutung verändert, bezeichnete früher eine schwarz-weiß gebänderte Chalcedon-bzw. Achat-Varietät. Der geologisch und mineralogisch nicht akademisch ausgebildete Sammler wird die Diskussion hier nur anstoßen, mit aufgefundenem Beleg- Material aber vielleicht fördern können.
Moosachat und Dendritenachat Wegen meist fehlender Bänderung eher den Chalcedonen als den Achaten zugehörig, soll an dieser Stelle auf das seltene Vorkommen von Moosachat und Dendritenachat und (weiter unten) auf den am Kornberg gar nicht so selten vorkommenden Röhrenachat eingegangen werden. In allen Fällen handelt es sich um Strukturbesonderheiten und / oder Einschlüsse in Chalcedonmaterial. Moosachat liegt eher untypisch vor. Während die vor allem aus Indien bekannten Moosachate ihr Aussehen von grün ummantelten feinen und feinsten Schläuchen haben, die sich in farblosem, weißem oder grauem Chalcedon befinden, sind diese Schläuche am Kornberg weiß. Mit bloßem Auge sichtbares moosachat-artiges Material wie im Bild links unten ist äußerst selten zu finden. Fast ebenso selten sind eingeschlossene Dendrite, etwas häufiger eigentümliche flockige Bildungen.
Chalcedone Das kryptokristalline Quarzmaterial vom Kornberg liegt häufig auch ohne erkennbare Bänderung vor, so dass man bei vielen Funden wohl eher von Chalcedonen als von Achaten sprechen sollte. Einfarbige Stücke zeigen oft das typische Chalcedon-Blaugrau, aber auch gelblichgrüne, rötliche, hell- bis dunkelbraune, violette, lauchgrüne bis schwarze Töne und sind manchmal fleckig-marmoriert. Es gibt am Kornberg aber eine enorme Fülle an verschiedenartigen Kombinationen dieser Farben, die manchmal ineinander fließen, manchmal aber auch scharf gegeneinander abgegrenzt sind.
Röhrenachat Eine ganz besondere Würdigung verdienen die Schadenreuther Röhrenachate. Seit langem bekannt und in der Literatur oft erwähnt, blieb ihre wahre Natur lange unentdeckt. Morphologisch zeigen sich im Längsschnitt stängelige, im Querschnitt rundlich-augenartige dunkle Schläuche und Röhren in hellerer Chalcedon-Matrix. Es war wohl die VFMG-Ortsgruppe Weiden, die als erste auf organische Strukturen aufmerksam wurde. Ab ca. 40-facher Vergrößerung ist bei diesen Chalcedonen die Pflanzenzellen-Struktur der Röhren meist gut erkennbar. Es handelt sich also tatsächlich um verkieseltes pflanzliches Material, vermutlich um Wurzelgeflechte eines Palmfarns. Die Entstehung des Rhyoliths bzw. die vulkanische Tätigkeit in diesem Gebiet wird auf die Zeit vor ca. 260 Millionen Jahren (Perm) datiert. Durch den Einschluss von Wurzel-Material des Palmfarms - wenn sich denn diese Analyse bestätigt - würde eindrucksvoll belegt, dass zur damaligen Zeit hier andere klimatische Bedingungen als heute herrschten, das Land viel weiter südlich lag (sogar in Äquator-Nähe!) und die damalige Pflanzenwelt sich von der heutigen Flora deutlich unterschied. Bis heute (2023) ist – außer der eben erwähnten, aufgrund von Indizien vermuteten Palmfarn-Bestimmung – meines Wissens noch nicht geklärt, um welche sonstigen Pflanzen es sich bei diesen Verkieselungen handelt. Hier warten vielleicht noch interessante Erkenntnisse auf die Spezialisten. Interessanter Weise wird dieses Material auch in der nördlicher gelegenen, sehr kleinen Achatfundstelle Aign gefunden, deren Material möglicherweise zum gleichen Magmastrom gehört wie das vom Schadenreuther Kornberg. Mikroaufnahmen mit sichtbaren Pflanzenzellen weiter unten.
Viele Bänder, leider fehlende Ränder und stark rissig Nr. 2394 / Objektbreite 7,5 cm
Purpurlila Jaspis mit schwarzen Streifen Nr. 4520 / Objektbreite 4 cm
Eigentümliches Jaspis- Konglomerat Nr. 2471 / Objektbreite 6 cm
Schwarzer Jaspis in Matrix Nr. 3555 / Objektbreite 4 cm
Hellbraune Chalcedon-Schlieren in weißem Kristallquarz Nr. 4677 / Objektbreite 5 cm
Carneol umschließt Matrix-Trümmer Nr. 4009 / Objektbreite 3,5 cm
Flockige Struktur in grünlicher Chalcedonschicht Nr. 3801 / Objektbreite 4,5 cm
Sie verdanken ihre Entstehung den Gasblasen im brodelnden Magma, die nach dem Erkalten des Gesteins als Hohlräume zurückgeblieben sind. Achate füllten diese Hohlräume und wittern am Kornberg aus dem weicheren Gestein heraus.
Achatmandeln
Rote Achatmandel Nr. 1219 / Objektbreite 3 cm
Achatmandel mit Kristallquarz und Gravitationsbänderung Nr. 2468 / Objektbreite 5,4 cm
Achatmandel mit Gravitationsbänderung Nr. 2797 / Objektbreite 4,5 cm
Achatmandel, fast vollständig mit körnigem Kristallquarz gefüllt Nr. 1814 / Objektbreite 3,5 cm
Achatmandel mit zelligen, vermutlich pseudomorphen Strukturen Nr. 3019 / Objektbreite 6,5 cm
Achatmandel mit auffallend einseitiger Bänderung und reichlich Kristallquarz Nr. 4193 / Objektbreite 6 cm
Achatmandel mit Gravitationsbänderung Nr. 3270 / Objektbreite 6,5 cm
Kleiner Achat mit vollständigem Achatbild Nr. 3828 / Objektbreite 3 cm
Achate in Lithophysen
Auch Lithophysen entstanden nach aktuellem Stand der Wissenschaft in Hohlräumen, die nach der Erkaltung des Magmas erhalten blieben. Ihre Entstehung ist aber schwerer zu deuten als die Entstehung der Achatmandeln. Es sei verwiesen auf extraLapis Nr. 39 („Achate“), Seite 93.
Gebogener Achatverlauf Nr. 2472 / Objektbreite 5,5 cm
Achat mit Farbverlauf Nr. 2475 / Objektbreite 5,5 cm
„Sternachat“ Nr. 1124 / Objektbreite 4 cm
Braunrosa Achat in grünlichem Rhyolith Nr. 1059 / Objektbreite 4 cm
Wunderschönes Rot Nr. 2057 / Objektbreite 4 cm
Achat mit Makroquarz-Kern Nr. 2021 / Objektbreite 3,5 cm
Die Achate selbst sind vom Gesamteindruck her meist hellgrau, hell gelblichgrau, hell bläulichgrau, selten auch weiß oder grün-bunt, sehr oft aber orange bis rötlich, wobei bei diesen unter dem Mikroskop oft eingelagerte rote Eisen-Pigmente erkennbar sind.
Selten: Achat mit dominierendem Weiß Nr. 2667 / Objektbreite 3,5 cm
Bläulichgraue Gangachatbildung Nr. 1122 / Objektbreite 2,5 cm
Herrliches Orangerot Nr. 2531 / Objekhöhe 3 cm
Jaspis-Brekzie rot Nr. 3763 / Objektbreite 3 cm
Jaspis-Brekzie, Rohstück Nr. 5098 / Objektbreite 5 cm
Jaspis-Brekzie grün Nr.3982 / Objektbreite 2,5 cm
Verkieselter Tuff: Dichte Trümmermassen mit Chalcedon in den Zwischenräumen Nr.3954 / Objektbreite 4 cm
Dunkelbrauner Chalcedon verkittet Gesteinstrümmer Nr. 2056 / Objektbreite 4 cm
Grüner Jaspis zwischen zahllosen Tuff-Trümmerteilchen. Ein vergrößerter Ausschnitt weiter unten bei den Mikro-Aufnahmen. Nr. 4198 / Objektbreite 6 cm
Verkieselter Tuff vom Kornberg als Trommelstein Nr. 3765 / Objektbreite 3,5 cm
Gelbgrüner Jaspis mit Einschluss von Matrix- Trümmerteilchen Nr. 4952 / Objektbreite 3 cm
Ein abgerissener Teil einer bläulichgrauen Randschicht „schwimmt“ in der Mitte eines Gangachats Nr. 3560 / Objektbreite 5 cm
Abgerissene Membrantrümmer chaotisch im Achat verteilt Nr. 3814 / Objektbreite 4,5 cm
Chaotischer Achat: Trümmer von Chalcedon- und Matrix-Teilen durchschlagen früher entstandene Gravitationsbänder Nr. 3558 / Objekthöhe 5 cm
Mikro-Achate in verschiedenen Farben Nr. 3796 / Objektbreite 4,5 cm
Angeschliffene Matrix mit Mikro- Achaten Nr. 3569 / Objektbreite 6 cm
In Fließrichtung in die Länge gezogene kleine Achate Nr. 3810 / Objektbreite 3,5 cm
Deutlich erkennbares Fließgefüge. Vergrößerter Ausschnitt aus diesem Stück weiter unten bei den Mikroaufnahmen Nr. 0274 / Objektbreite 7 cm
Fließgefüge Dass manches Chalcedon-Material während der Entstehung auch langsam bewegt wurde, zeigt sich auch an den Fließstrukturen, die bei vielen konglomeratartig aussehenden Ansammlungen von Mikroachaten zu beobachten sind. Diese kleinen, blasenförmigen und oft längsgezogenen Achate zeigen anpoliert bei ca. 15-facher Vergößerung nicht nur eine außergewöhnliche Schönheit, sondern auch eine unglaubliche Vielfalt. Ganz nahe beieinander liegende Achate haben dabei oft ein völlig unterschiedliches Aussehen, sowohl hinsichtlich der Farbe als auch hinsichtlich der Bänderung. Genau dieses schwer erklärbare Phänomen hat aber viel zu den neuesten Theorien zur Achatentstehung beigetragen, wie sie vor allem von Michael LANDMESSER formuliert wurden. Sogar diese Mini-Achate zeigen oft die auch bei den größeren Schadenreuther Achaten beobachtete Gravitationsbänderung und die Zertrümmerungsstrukturen. Trotz der geringen Größe sind (selten) sogar getrennte Achatbildungen in 1 Hohlraum zu erkennen, und ausgeprägte, schöne Sphärolithbildungen sind vor allem bei den Mikroachaten gut beobachtbar. Vergrößerte Ausschnitte weiter unten bei den Mikroaufnahmen.
Farbverlauf hin zu orange Nr. 2041 / Objektbreite 2,5 cm
Gefältelter Achat Nr. 2037 / Objektbreite 3,5 cm
Mit gelblichem Kristallquarz Nr. 3920 / Objekbreite 2,5 cm
Zwei Zentren und pseudomorphes Erscheinungsbild der oberen roten Schicht Nr. 3975 / Objektbreite 3 cm
Achat-Trommelstein mit „Auge“ Nr. 3919 / Objektbreite 4,5 cm
Zwei Zentren wegen Raum- Verengung Nr. 4247 / Objektbreite 4 cm
Grünes Außenband und rotes Zentrum, dazwischen weißer Kristallquarz Nr. 2046 / Objektbreite 3 cm
Für die oberen Geländebereiche nahe der „Platte“ typische Achatbildungen, gemugelt Nr. 7443 / Objektbreite 5 cm
Gravitationsbänderung und Zapfenbildung Nr. 3986 / Objektbreite 3 cm
Gangachat mit Gravitationsbänderung Nr. 2012 / Objektbreite 3,5 cm
Rosa Gravitationsbänderung Nr. 3016 / Objekhöhe 8,5 cm
Zwei getrennte Achatzentren oberhalb der Gravitationsbänderung Nr. 3775 / Objektbreite 4 cm
Allgemeine und gravitationsbedingte Bänderung Nr. 2396 / Objektbreite 8 cm
Jaspis-Zapfen (unten) und Matrix- Teile durchsetzen die Bänderung Nr. 3779 / Objektbreite 3 cm
Jaspachat mit Gravitations(?) -Bänderung Nr. 3792 / Objektbreite 2,5 cm
Bizarres Achatbild Nr. 4527 / Objekhöhe 3,5 cm
Die Farben der Achate
Purpurlila Streifen in grünem Jaspis Nr. 3768 / Objektbreite 3,5 cm
Eigentümliches Jaspis- Konglomerat Nr. 3771 / Objektbreite 5,5 cm
Einschlüsse von „Fremdmineralien“ in den Schadenreuther Achaten (Sulfide, Karbonate, Oxide … )   Manchmal schon mit bloßem Auge, vor allem aber unter dem Mikroskop zeigen sich gar nicht selten sulfidische, karbonatische und oxidische Einschlüsse, sowohl in Achaten bzw. Chalcedonen als auch in makrokristallinen Quarzen. Hier einige Mikroaufnahmen:
Igelförmig angeordnete winzige Kriställchen von vermutlich Goethit, eingeschlossen in Achat Nr. 3940 / Bildbreite ca. 2 mm
Pyrit- oder Markasit-Aggregat inmitten eines Achats. Die Achatbänderung folgt der Rundung. Nr. 4806 / stark vergrößert
Auch hier das gleiche Erscheinungsbild Nr. 3564 / Objektbreite 4 cm
Achat mit ungewöhnlicher Querstreifung, ähnlich dem sog. Liesegang-Muster Nr. 3933 / Objektbreite 3 cm
Baryt-Kriställchen, vergrößert Nr. 1220 / Bildbreite ca. 6 mm
Helle Matrix-Trümmer inmitten verschiedener Achatbildungen Nr. 4230 / stark vergrößert
Silikatgewächs-ähnlicheGebilde in einem leicht bläulichen Mikroachat Nr. 6730 / stark vergrößert
Verkieselte Pflanzenfasern (vermutlich Wurzelgeflecht) im Inneren eines Schadenreuther Röhrenachats. Hier die Pflanzenzellen im Längsschnitt Nr. 4925 / stark vergrößert
Flockige bis korallenartige Strukturen Nr. 4937 / stark vergrößert
Roteisen-Säume um Trümmerteile und orangeroter Mikroachat Nr. 4916 / stark vergrößert
Federchen-Strukturen innerhalb und außerhalb eines Mikroachats Nr. 4930 / stark vergrößert
Loses, flächenreiches Rauchquarz-Kristallaggregat aus dieser Druse Nr. 2390 / stark vergrößert
Kleine Rauchquarz-Druse mit z.T. irisierenden Kriställchen Nr. 0335 / vergrößert
Im Achat schwimmender rhomboedrischer Karbonat-Kristall, vermutlich Calcit (links oben), neben Roteisen-Ansammlung Nr. 2071 / stark vergrößert
Rote Eisen- und grüne Chlorit- Anlagerungen an „Zellwänden“ in durchscheinendem Chalcedon Nr. 6725 / stark vergrößert
Winzige Roteisen-Klumpen schwimmen im Achat Nr. 4926/ stark vergrößert
Pyrit*-Kriställchen in einer kl. Quarz-Druse Nr. 3515 / stark vergrößert
Flockige Eisenoxid- Einlagerungen im Achat Nr. 3991 / stark vergrößert
Verkieseltes pflanzliches Material in den Schadenreuther Achaten (Mikro-Aufnahmen)
Querschnitt durch verkieseltes Holz*, umgeben von weiteren Pflanzenzellen, im Inneren eines Schadenreuther Achats Nr. 4925 / stark vergrößert
Radialfaserige Bildungen im Achat Nr. 2659 / stark vergrößert
Nach der Gravitation angeordnete, zu Boden gesunkene Trümmer in einem Mikroachat Nr. 3767 / stark vergrößert
Halbkugelig herausgewitterte Sphärolithe, z.T. mit äußerer Schicht aus Chlorit. In der unteren Bildhälfte: Korrodierte Feldspat-Kristalle Nr. 6516 / leicht vergrößert
Herrlich irisierende Dendrite im Inneren eines Achats Nr. 4940 / stark vergrößert
Kaolinisierter Achat Nr. 5074 / stark vergrößert
Dunkle Eisenoxid*-Dendrite im Inneren eines Achats Nr. 6359 / stark vergrößert
Kristallbildung im schwarzen Pechstein, Beleg für das vitrophyrische Gesteinsgefüge. Nr. 7206 / stark vergrößert
Zapfenbildungen (Mitte links) und keilförmige Sprossungen (oben) Nr. 3999 / stark vergrößert
Weißer Achat in grünem Jaspis Nr. 4189 / etwas vergrößert
Gelbe, halbkugelige Sphärolithe an den Wänden eines Mikroachats Nr. 3568 / stark vergrößert
Die Infotafel des Geoparks oberhalb des Dörfchens Schadenreuth Aufnahme von 2015
Links oben: ein chaotischer, 8 cm großer Trümmerachat / Rechts unerhalb 3 Detailaufnahmen von diesem Stein: Zu sehen sind links pseudomorphe Strukturen (vermutlich nach Baryt), in der Mitte die Verwerfung einer Achat-Bänderung, rechts ein Übergang von korallenachat-ähnlicher Struktur zu pseudomorphen Strukturen (vermutlich nach Calcit) Nr. 2466 / Detailaufnahmen stark vergrößert (Der Farbunterschied zum Bild links erklärt sich durch die LED-Mikroskop-Beleuchtung)
Selten: Kleiner prismatischer Quarz-Kristall in einem Gangachat Nr. 4808 / stark vergrößert
Querschnitt durch einen Pflanzen-Stängel* im Inneren eines Schadenreuther Achats Nr. 4941 / stark vergrößert
Kleine Fladen von (vermutlich) Pechstein im Tuff Nr. 4616 / vergrößert
Großes Quarzkorn, durchzogen von einem Achatgang, der sich im Muttergestein fortsetzt Nr. 1650 / Objektbreite 8 cm
Tuffit mit von Vulkanausbrüchen zertrümmertem Material Nr.. 8154 / Objektbreite 7,5 cm
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Versteinertes Holz Sehr selten wird am Kornberg auch massives versteinertes Holz gefunden. Dass diese Stücke nicht aus den bekannten nordbayerischen Geröllhorizonten stammen, sondern als Bruchstücke tatsächlich im vulkanischen Gestein eingeschlossen wurden, ist durch das Anhaften von Kornberg-typischer vulkanischer Matrix als gesichert anzusehen. Nachfolgende Funde wurden mir großzügigerweise vom Sammlerfreund Heiko Bethke überlassen, der mit großer Ausdauer und Sachkunde die Oberpfälzer Achatfundstellen bearbeitet.
Versteinertes Holz vom Kornberg, scheibenförmiges Stammstück mit typischer Außenrundung und kl. Quarzkritall-Druse im Zentrum Nr. 8329 / Objektbreite 5 cm
Dieses Stück, von Heiko Bethke im Januar 2013 gefunden, ist wegen der anhaftenden typischern Kornberg- Matrix ein wertvoller Beweis für die Herkunft des Holzes aus dem Kornberger Vulkangestein. Links oben ist die herausgewitterte radialstrahlige zellige Struktur des Holzes zu sehen Nr. 8328 / Objektbreite 7 cm
Versteinertes Holz vom Kornberg, angeschliffen und poliert. Gut zu sehen die Holz-Maserung. Nr. 8330 / Objektbreite 4,5 cm
Achate mit Gravitationsbänderung
Achate mit allgemeiner Bänderung